monday.com AI Agents: Dein neues digitales Team – das autonom für dich arbeitet

In diesem Beitrag erfährst du, was monday.com AI Agents wirklich können, wie du deinen ersten Agenten startest und warum das kein klassisches Automations-Feature ist.

Veröffentlicht am
June 2, 2026
Blinnoblog Thumbnail monday AI Agents

monday.com hat mit den AI Agents einen echten Gamechanger lanciert: Erstmals kannst du direkt in monday.com AI-Agenten erstellen, die eigenständig handeln und nicht nur assistieren. Kein separates Tool, kein Prompt-Fenster, kein manuelles Nachfassen. Die Agents übernehmen wiederkehrende Aufgaben, treffen Entscheidungen auf Basis von Kontext und handeln end-to-end – genau dort, wo dein Team plant, trackt und zusammenarbeitet. In diesem Beitrag erfährst du, was monday.com AI Agents wirklich können, wie du deinen ersten Agenten startest und warum das kein klassisches Automations-Feature ist.

Was dich in diesem Beitrag erwartet

  • Was sind monday.com AI Agents – und was unterscheidet sie von Automationen?
  • Expert Agents vs. Custom Agents: Was ist der Unterschied?
  • Schritt für Schritt: So erstellst du deinen ersten Agenten
  • Kernfähigkeiten der Agents im Überblick
  • Praxisbeispiele für Marketing, HR, IT, Legal und mehr
  • Sicherheit und Governance – wer kontrolliert was?
  • FAQ: Die wichtigsten Fragen auf einen Blick

Quelle: monday.com

Was sind monday.com AI Agents?

monday.com AI Agents sind AI-Agenten, die direkt in monday.com eingebettet sind und für dich autonom arbeiten – im Kontext deiner Boards, Daten und Workflows. Sie sind keine Chatbots, die du befragen kannst. Sie sind digitale Teammitglieder, die:

  • Daten lesen und interpretieren (Boards, Docs, Dashboards, verknüpfte Tools)
  • Analysieren und synthetisieren und daraus Insights oder nächste Schritte ableiten
  • Entscheidungen treffen auf Basis von Logik und Echtzeit-Kontext
  • Aktionen ausführen – Aufgaben erstellen, Status setzen, E-Mails versenden, Inhalte generieren

Kurz gesagt: Agents assistieren nicht nur, sie handeln.

AI Agents vs. Automationen – was ist der Unterschied?

Das ist die Frage, die die meisten stellen, und sie ist berechtigt.

Klassische Automationen folgen festen Regeln: «Wenn A passiert, dann tue B.» Sie sind schnell eingerichtet, aber starr. Sie können keine Ausnahmen erkennen, keinen Kontext lesen und nichts generieren.

AI Agents gehen weiter:

Automation vs. AI Agent
Fähigkeit Automation AI Agent
Feste Regeln ausführen
Kontext verstehen
Dynamisch entscheiden
Inhalte generieren
Abteilungsübergreifend agieren
Mehrstufige Workflows ausführen Eingeschränkt

Ein Agent kann also beispielsweise ein eingehendes Support-Ticket lesen, die Dringlichkeit einschätzen, eine passende Antwort aus der Knowledge Base formulieren und die Aufgabe dem richtigen Team-Mitglied zuweisen – alles in einem Durchlauf, ohne manuellen Eingriff.

Sidekick vs. AI Agents – was ist wann das Richtige?

Das führt oft zu Verwirrung – deshalb hier die klare Abgrenzung:

monday Sidekick ist wie ein AI-Assistent für dich persönlich. Du stellst Fragen, bekommst Antworten – interaktiv, gesprächsbasiert. Sidekick ist für Recherche, Drafts, Zusammenfassungen gut.

AI Agents sind für Ausführungen und Aufgabenim grossen Massstab gebaut. Sie laufen autonom, auf Schedule oder durch Trigger, und erledigen Prozesse end-to-end – mit Guardrails und Kontrolle.

Quelle: monday.com

Zwei Typen: Expert Agents und Custom Agents

Expert Agents – sofort einsatzbereit

Expert Agents sind vorgefertigte Agenten für spezifische Anwendungsfälle. Du musst sie nicht konfigurieren, du kannst sie einfach auswählen, aktivieren und loslegen.

Aktuell verfügbar:

🏢 Work Management

  • PMO Agent – Hält deine Projekte auf Kurs, erkennt Engpässe und generiert Statusberichte.

📊 CRM

  • Sales Lead Agent – Findetund priorisiert Leads automatisch basierend auf deinem ICP.
  • Sales SDR Agent – Führt erste Discovery-Calls durch, qualifiziert Leads und übergibt an einen Menschen zur weiteren Bearbeitung.

🎧 Service

  • Customer Support Agent – Beantwortet Tickets mit personalisierten Antworten auf Basis von Ticket-Historie und Knowledge Base.

Custom Agents – dein Agent, deine Regeln

Mit dem AI Agent Builder erstellst du deinen eigenen Agenten in Minuten – ohne technisches Wissen. Du beschreibst in einfacher Sprache, was der Agent tun soll, und monday.com kümmert sich um die Orchestrierung. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

So erstellst du deinen ersten Agenten – Schritt für Schritt

1. Navigiere zum AI Agents Tab

Im linken Bereich deines monday.com Workspace findest du den AI Agents Tab. Klicke auf «+ New Agent», um zu starten.

2. Wähle eine Vorlage oder beschreibe deinen Agenten

Du kannst aus über 20 vorgefertigten Vorlagen für spezifische Aufgaben wählen oder deinen Agenten von Grund auf beschreiben. Die Beschreibung erfolgt in natürlicher Sprache.

Beispiel: «Ich möchte einen Agenten für unser Sales-Team, der neue Leads aus dem CRM-Board liest, sie nach unserem ICP bewertet und Outreach-E-Mails entwirft.»

3. Definiere das «Brain» (Instructions)

Das Herzstück jedes Agenten ist der Brain Tab. Hier legst du fest:

  • Was der Agent tun soll (Ziele und Aktionen)
  • Wie er kommunizieren soll (Ton, Format, Regeln)
  • Welche Variablen er berücksichtigen soll (z.B. Felder, E-Mail-Inhalte)
Tipp: Sei konkret. Je klarer die Anweisung, desto besser die Performance.

4. Trigger setzen

Setze nun die entsprechenden Trigger und entscheide, wann dein Agent aktiv werden soll. Dies kannst du ganz individuell für dich festlegen:

  • Nach Zeitplan (täglich, wöchentlich, etc.)
  • Bei Änderungen in deinen Boards (Status-Update, neues Item, etc.)
  • Manuell – wenn du ihn per Knopfdruck aktivierst

5. Knowledge & Access konfigurieren

Definiere, auf welche Boards, Docs und Dateien der Agent Zugriff hat und ob er nur lesen oder auch schreiben darf. Du kannst auch Dateien hochladen, die dem Agenten zusätzlichen Kontext geben.

6. Validieren und aktivieren

Teste den Agenten über den Conversation-Bereich im Builder, bevor du ihn live schaltest. Der Agent zeigt dir genau, was er tun würde. Danach kannst du Anpassungen vornehmen, ohne alles neu aufzubauen.

Kernfähigkeiten: Was ein Agent wirklich kann

Kontext verstehen und «denken»

Ein Agent liest und analysiert deine monday.com Boards, Docs und Workflows. Er geht über «Wenn A, dann B» hinaus – er erkennt Ausnahmen, bewertet Prioritäten und zieht den grossen Überblick.

Entscheidungen treffen

Agents wenden deine Regeln, Schwellenwerte und Kriterien an. Sie können triagieren, priorisieren, eskalieren und erkennen, was Dringlichkeit oder Risiko signalisiert.

End-to-End handeln

Agents erstellen Items, aktualisieren Statuses, weisen Eigentümer zu, generieren Entwürfe und protokollieren Ergebnisse – alles direkt in monday.com. Sie laufen immer an, im skalierten Massstab, mit Guardrails.

Externe Systeme einbinden

Agents beschränken sich nicht auf monday.com. Sie können externe Daten abrufen (z.B. aus Kalender-Integrationen), E-Mails senden oder Workflows in verbundenen Plattformen auslösen. Dies geschieht aber nur, wenn du das so eingerichtet hast. Ansonsten arbeitet der Agent nur mit deinen Daten aus deiner monday.com-Umgebung.

Wissen verwalten

Verbinde deine Knowledge Base und definiere, was der Agent als Quelle der Wahrheit nutzt. So bleibt der Output konsistent und akkurat.

Trigger und Timing

Du kontrollierst, wann und wie oft dein Agent handelt – zeitgesteuert, ereignisbasiert oder manuell.

Praxisbeispiele: Was Agents in deinem Team leisten können

Marketing

  • Erstellt einen Social Post aus einem Blog-Link und plant ihn ein
  • Analysiert Konkurrenz-Socials, identifiziert Trend-Keywords, erstellt 3 Anzeigen-Varianten
  • Analysiert Kampagnen-ROI, generiert Performance-Report, aktualisiert den Marketing-Kalender

HR

  • Scannt einen Lebenslauf gegen eine Stellenbeschreibung und versendet eine Einladung
  • Durchsucht LinkedIn nach passiven Kandidaten, fasst ihre Profile zusammen und erstellt personalisierte Outreach-E-Mails
  • Führt eine SAIll-Gap-Analyse durch, erstellt ein Training-Curriculum und generiert Welcome-E-Mails für neue Mitarbeitende

IT

  • Intake & Triage Agent: Jedes Ticket wird klassifiziert, priorisiert und weitergeleitet – automatisch, in Sekunden. SLAs werden gesetzt, passende Knowledge-Base-Artikel werden verknüpft.
  • Knowledge Agent: Überprüft kontinuierlich den Health-Status jedes Artikels und erkennt Content-Gaps anhand von Ticket-Mustern.
  • Incident Agent: Klassifiziert Vorfälle nach Schwere, benachrichtigt das richtige Team in Echtzeit und stellt sicher, dass Post-Mortems stattfinden.

Legal

  • Prüft NDAs auf drei spezifische «Red Flag»-Klauseln
  • Durchsucht interne Repositories nach ähnlichen früheren Verträgen, fasst Abweichungen zusammen und generiert einen signaturfertigen PDF-Entwurf

PMO

  • Versendet Status-Update-Erinnerungen an Eigentümer überfälliger Tasks
  • Aggregiert Status-Updates aus mehreren Slack-Kanälen und Workspaces in ein wöchentliches Summary
  • Identifiziert Projektengpässe, erstellt ein Risiko-Mitigations-Dokument und generiert Gantt-Visualisierungen für Stakeholder

CEO / Executives

  • Operator Agent: Automatisiert Meeting-Vorbereitung, Initiative-Priorisierung und Entscheidungs-TracAIng
  • Org Health Agent: Erkennt Umsatzrisiken, Kostenlecks und scheiternde Initiativen durch Account-weite Signal-Analyse
  • Strategy Consultant Agent: Identifiziert Einspar- und Wachstumschancen und generiert einen empfohlenen Aktionsplan

Governance & Sicherheit: Wer kontrolliert was?

Für den Einsatz in Unternehmen ist Kontrolle entscheidend. monday.com hat das von Anfang an mitgedacht.

Zugangs-Scope definieren

Jeder Agent operiert strikt innerhalb des monday.com Permissions-Frameworks. Er kann nur:

  • Auf Boards, Docs und Integrationen zugreifen, die explizit verbunden wurden
  • Im Rahmen der Berechtigungen des Erstellers handeln
  • Nur die Aktionen ausführen, die bewusst konfiguriert wurden (Lesen oder Schreiben)

Eine Resource, die nicht explizit verbunden wurde, kann der Agent weder sehen noch anfassen.

Zwei Kontroll-Ebenen

Agent-Access (Daten & Tools): Was der Agent tun darf. 

User-Access (Personen): Wer mit dem Agenten interagieren darf – als Viewer oder Editor.

Admin-Level Governance

Admins erhalten mit dem AI Permission Center eine zentrale Steuerzentrale:

  • AI-Agenten aktivieren oder deaktivieren
  • Zugriff auf sensible Ressourcen einschränken
  • Kontrollieren, wer Agenten erstellen darf
  • Alle Agenten im Agent Directory einsehen (inkl. Status, Ersteller und Credit-Nutzung)

Vollständige Transparenz via Activity Tab

Jede Aktion jedes Agenten wird im Activity Tab protokolliert:

  • Was hat den Agenten ausgelöst?
  • Was hat er getan?
  • Wann hat er es ausgeführt?
  • Wie viele Credits hat er genutzt?
  • Status: Abgeschlossen, gestoppt, fehlgeschlagen?

Das gibt dir vollständige Nachvollziehbarkeit und macht Fehler leicht identifizierbar.

Fazit: AI Agents sind kein Feature – sie sind ein neues Arbeitsmodell

monday.com AI Agents markieren eine neue Ära der Zusammenarbeit. Statt dein Team mit repetitiven Aufgaben zu belasten, übernehmen Agents genau das – autonom, skalierbar und innerhalb deiner bestehenden monday.com Umgebung. Du definierst die Ziele, du setzt die Regeln, du behältst die Kontrolle. Und dein Team gewinnt Zeit für das, was wirklich zählt.

Ob du mit einem Expert Agent startest oder deinen eigenen Custom Agent baust – der Einstieg ist einfacher, als du denkst.

Du willst wissen, wie du monday.com AI Agents in deinem Unternehmen einsetzen kannst? Blinno begleitet dich beim Setup, der Konfiguration und der Skalierung deiner Agenten. Als monday.com Platinum Partner kennen wir die Plattform in- und auswendig – und finden gemeinsam mit dir die Lösung, die zu deinem Team passt.

👉 Alle Infos und weitere Updates findest du auf blinno.ch/monday-com-updates

Häufige Fragen (FAQ)

Häufige Fragen (FAQ)

Nein. Der Agent Builder ist für alle gedacht – du beschreibst in natürlicher Sprache, was der Agent tun soll. Kein Coding, keine komplexen Automations-Logiken.

Automationen folgen festen «Wenn-Dann»-Regeln. Agents verstehen Kontext, treffen dynamische Entscheidungen, generieren Inhalte und handeln abteilungsübergreifend – weit über das hinaus, was klassische Automationen leisten.

Ja. Es gibt einen dedizierten «Stop Run»-Button im Conversation-Bereich. Admins können Agenten zudem vom Admin Panel aus pausieren oder deaktivieren.

Ja. Der Activity Tab speichert bis zu 10 Tage Ausführungshistorie – inklusive des Denkprozesses des Agenten («Thought Process»).

Agents können keine Items oder Daten aus Boards löschen (eingebauter Sicherheits-Constraint). Alle Aktionen sind im Activity Log nachvollziehbar und können überprüft werden.

Effektive Agents brauchen initialen Aufwand beim Setup. Der typische Workflow ist: Review → Anpassen → Re-Run → Validieren. Je klarer die Instructions, desto weniger Nacharbeit ist erforderlich.

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