Das Problem: AI-Tools arbeiten nebeneinander, nicht miteinander
Die Realität in vielen Unternehmen sieht heute so aus: Das Marketing-Team entwickelt Kampagnen-Ideen in Claude, Entwickler programmieren mit Cursor, das Projektteam koordiniert sich in Slack und die eigentlichen Pläne, Timelines und Abstimmungen liegen in einem separaten Arbeitstool wie monday.com. Jedes dieser Tools läuft für sich, mit seinem eigenen Kontext.
Das Resultat: Erkenntnisse aus AI-Chats bleiben in genau diesen Chats stecken. Ergebnisse müssen manuell von einem Tool ins nächste übertragen werden und der Kontext geht bei jedem Wechsel verloren.
Das ist auch einer der Gründe, warum viele Unternehmen den Nutzen ihrer AI-Investitionen bisher kaum spüren: Die Technologie macht einzelne Personen produktiver, bringt aber wenig für die Zusammenarbeit im Team, solange sie in Silos bleibt. Genau hier setzt das neue Update von monday.com an.
Eigene AI-Agents direkt in monday.com einbinden
Viele Unternehmen haben längst eigene Agents gebaut: Recherche-Assistenten, Sales-Agents, Coding-Agents oder interne Tools für spezifische Probleme. Die Herausforderung war bisher nicht das Bauen dieser Agents, sondern ihre Einbindung in den Arbeitsalltag des ganzen Teams.
Bis jetzt liefen externe Agents meist isoliert: Sie halfen der Person, die sie erstellt hatte, während der Rest des Teams anderswo weiterarbeitete.
Mit dem monday-Update lassen sich Agents aus Claude, OpenAI, Azure AI Foundry, Eleven Labs, Microsoft Copilot Studio, Mistral AI, Cursor, Bedrock und weiteren Plattformen direkt in monday.com einbinden. Diese externen Agents erscheinen dann als eigene Identität im Workspace, neben monday-Agents und den menschlichen Teammitgliedern. Man kann sie in Konversationen erwähnen, ihnen Aufgaben zuweisen und mit ihnen zusammenarbeiten wie mit jedem anderen Teammitglied – inklusive definierter Berechtigungen und voller Transparenz darüber, was die Agents tun.
Aus Claude, Cursor, ChatGPT und Slack direkt in monday.com arbeiten
Arbeit beginnt und endet selten in einer einzigen Anwendung. Über den Tag verteilt wechseln Teams ständig zwischen Tools, bevor die Ergebnisse schliesslich wieder in monday.com landen.
Über die MCP-Anbindung von monday.com lassen sich jetzt Boards aktualisieren, Aufgaben zuweisen und Informationen abrufen, ohne Cursor, Claude, Microsoft Copilot oder ChatGPT zu verlassen.
Ein Beispiel
Du entwickelst in Claude eine Kampagnenstrategie und willst Daten aus einer früheren Kampagne einbeziehen. Statt monday.com zu öffnen, das richtige Board zu suchen, zurück zu Claude zu wechseln und die Strategie manuell zu aktualisieren, fragst du Claude direkt nach den Ergebnissen aus dem entsprechenden Board – und bekommst die Information, ohne den Arbeitsfluss zu unterbrechen.
Oder: Ein Projekt wird in Slack besprochen, ein Teammitglied meldet, dass ein Termin nicht eingehalten werden kann. Mit der neuen Slack-Integration lässt sich die Projekt-Timeline direkt aus Slack heraus anpassen, ohne Tool-Wechsel.
Den gesamten KI-Stack über MCP und offene APIs verbinden
Jedes Unternehmen hat einen anderen AI-Stack. Manche Teams setzen auf fertige AI-Tools, andere bauen eigene Agents und Workflows. Über MCP-Unterstützung und offene APIs können Entwicklerteams AI-Tools und Agents sicher an monday.com anbinden – mit denselben Berechtigungen und demselben Kontext wie alle anderen Nutzer.
Neue MCP-Workflow-Blöcke erlauben es zusätzlich, verbundene Automatisierungen zu bauen, die Menschen, Agents und bestehende Business-Tools gleichermassen einbeziehen. Wer volle Kontrolle will, kann über die offenen APIs von monday.com eigenständige, individuelle Integrationen bauen, die über MCP hinausgehen.
Funktioniert das auch mit Gemini?
monday.com nennt in diesem Update explizit Claude, Cursor, ChatGPT und Microsoft Copilot als MCP-Tools. Google Gemini wird nicht namentlich aufgeführt, unterstützt aber seit März 2026 ebenfalls nativ MCP – technisch steht einer Anbindung also nichts im Weg, auch wenn eine offizielle Bestätigung von monday.com dafür bislang fehlt.
Warum das für KMUs relevant ist
Als monday.com Platinum Partner sehen wir bei Blinno regelmässig, dass der grösste Hebel bei AI-Projekten nicht im einzelnen Tool liegt, sondern in der Frage, ob Informationen dort ankommen, wo im Alltag tatsächlich gearbeitet wird. Ein Recherche-Agent, der gute Antworten liefert, aber isoliert in einem Chat-Fenster bleibt, bringt dem Gesamtteam wenig. Genau das adressiert dieses Update: Agents und AI-Tools werden Teil des gemeinsamen Arbeitskontexts, statt eine zusätzliche Insel zu bilden.
Für KMUs, die bereits mit monday.com arbeiten oder den Einstieg planen, lohnt sich ein Blick auf die eigenen bestehenden AI-Investitionen: Welche Agents oder Automatisierungen laufen aktuell isoliert, und wo würde eine Anbindung an monday.com sofort Reibung rausnehmen? Wichtig dabei bleibt, wie bei jeder Automatisierung: Berechtigungen und Datenzugriffe für Agents sauber zu definieren, insbesondere im Kontext von DSG-Anforderungen an Schweizer Unternehmen.
Fazit
Die neuen AI-Work-Platform-Updates von monday.com verbinden monday-Agents, externe Agents und die AI-Tools, die Teams ohnehin schon nutzen, zu einem gemeinsamen System. Statt isolierter KI-Erfolge einzelner Personen wird der Kontext für das ganze Team nutzbar – unabhängig davon, ob die Arbeit in monday.com, Claude, Cursor, ChatGPT oder Slack beginnt.


