Warum Datenschutz bei AI-Tools zum Thema wird
Sobald AI-Funktionen Zugriff auf Projektdaten, Kundendaten oder interne Dokumente erhalten, stellt sich für jedes Unternehmen dieselbe Frage: Wo landen diese Daten, wer verarbeitet sie und werden sie irgendwo zum Training weiterverwendet? Bei monday.com betrifft das potenziell jeden Bereich – von der AI-gestützten Textgenerierung in Boards bis zu Agenten, die eigenständig Aufgaben übernehmen. Wer monday AI im Unternehmen einsetzt oder einführen will, sollte deshalb wissen, wie die Datenverarbeitung im Hintergrund tatsächlich funktioniert.
Wie verarbeitet monday AI deine Daten?
Welche AI-Modelle stehen dahinter?
monday.com setzt auf eine Multi-Provider-Strategie. Die eingesetzten Modelle stammen von Anthropic (Claude-Serie, z. B. Sonnet und Haiku), OpenAI (GPT-Serie) und Google (Gemini). Zusätzlich kommen Sentence-Transformer-Modelle (all-MiniLM-L6-v2, ms-marco-MiniLM-L6-v2) zum Einsatz, die monday.com selbst auf AWS hostet. Die grossen Sprachmodelle laufen über Google Vertex, AWS Bedrock, Microsoft Azure AI oder über direkte Integrationen mit den jeweiligen Anbietern. Bevor ein Modellanbieter überhaupt zum Einsatz kommt, durchläuft er laut monday.com einen Prüfprozess durch das eigene Security- und Legal-Team.
Zero Data Retention: Kein Training mit deinen Daten
Der zentrale Punkt für den Datenschutz: monday.com gibt an, dass die eingesetzten AI-Modellanbieter unter Zero-Data-Retention-Vereinbarungen arbeiten. Das heisst, die Anbieter speichern keine Kundendaten, die über monday AI verarbeitet werden. In den Verträgen mit monday.com ist zusätzlich ausgeschlossen, dass Kundendaten für das Training der Modelle oder für andere Zwecke als die konkrete Anfrage genutzt werden. Läuft ein Modell auf einer von monday.com selbst kontrollierten Infrastruktur (etwa AWS Bedrock, Azure AI oder Vertex), haben die Modellanbieter laut eigenen Angaben gar keinen Zugriff auf die Kundendaten.
Wichtig für die Einordnung: Die Inhalte, die du in monday AI eingibst, sowie die generierten Ausgaben bleiben in deinem Eigentum. monday.com beansprucht daran keine Rechte.
Berechtigungen, Verschlüsselung und Datenresidenz
AI respektiert bestehende Berechtigungen
monday AI greift nicht auf Boards oder Spalten zu, für die ein Nutzer keine Berechtigung hat. Die AI-Funktionen folgen den bestehenden Zugriffsrechten im Account – ein Teammitglied ohne Zugriff auf ein bestimmtes Board bekommt über die AI auch keine Daten daraus angezeigt oder generiert.
Verschlüsselung nach Industriestandard
Daten, die über monday AI verarbeitet werden, sind laut monday.com sowohl während der Übertragung (TLS 1.3) als auch im gespeicherten Zustand (AES-256) verschlüsselt. Diese Verschlüsselung entspricht den Standards, die monday.com auch für die übrigen Produktbereiche einsetzt – es handelt sich also nicht um eine gesonderte, schwächere Absicherung für AI-Funktionen.
Datenresidenz folgt der Account-Einstellung
AI-Daten werden in derselben Region verarbeitet und gespeichert, die für das jeweilige monday.com-Konto konfiguriert ist. Für Unternehmen, die eine bestimmte Datenregion vertraglich oder aus Compliance-Gründen benötigen, gilt diese Einstellung also auch für die AI-Verarbeitung. Details zu den eingesetzten Sub-Prozessoren findest du in der Sub-Processor-Liste von monday.com.


