monday.com und Airtable sehen auf den ersten Blick ähnlich aus: Tabellen mit Spalten, verschiedene Ansichten, Automationen, AI-Funktionen. Im Alltag arbeiten die beiden aber ganz unterschiedlich. monday.com ist eine Arbeitsplattform für Projekte, Vertrieb und Service. Airtable ist im Kern eine relationale Datenbank, auf der Teams eigene Anwendungen bauen. Dieser Vergleich zeigt dir, was die beiden 2026 kosten, worin sie sich unterscheiden und wie du sie verbindest oder von Airtable zu monday.com wechselst.
Der Grundunterschied
monday.com organisiert Arbeit. Ein Board steht für ein Projekt, eine Pipeline oder einen Prozess, jede Zeile ist eine Aufgabe oder ein Deal mit Status, Verantwortlichen und Terminen. Die Plattform ist darauf ausgelegt, dass Teams gemeinsam an diesen Aufgaben arbeiten, kommunizieren und den Fortschritt in Dashboards verfolgen. monday.com heisst seit Mai 2026 offiziell AI Work Platform.
Airtable organisiert Daten. Eine Base enthält mehrere Tabellen, die über Verknüpfungen zusammenhängen, zum Beispiel Produkte, Lieferanten und Bestellungen. Darauf baut man Oberflächen (Interfaces), Automationen und Auswertungen. Airtable eignet sich besonders, wenn die Datenstruktur im Mittelpunkt steht.

monday.com und Airtable im Überblick
Die Preise gelten pro Seat bzw. Editor und Monat bei jährlicher Zahlung, Stand September 2026.
| monday.com | Airtable | |
|---|---|---|
| Einstieg ab | 9 USD (Basic), mind. 3 Seats, plus AI-Credits | 20 USD (Team) |
| Gratis-Plan | Bis 2 Seats und 3 Boards | Bis 5 Editoren, 1'000 Datensätze pro Base |
| Abrechnung | Pro Seat, Seats in Paketen | Pro Editor, Leser sind kostenlos |
| Automationen | Ab Standard (250 Aktionen/Monat), Pro 25'000 | Free 100 Läufe/Monat, Team 25'000 |
| AI | Sidekick, Agents, Vibe | Omni, Field Agents |
| Stärke | Projekte, Vertrieb und Service mit Teamzusammenarbeit | Relationale Datenstrukturen und eigene Anwendungen |
Preise 2026
monday.com kostet für die AI Work Platform im Basic-Plan 9 USD, im Standard-Plan 12 USD und im Pro-Plan 19 USD pro Seat und Monat. Bezahlte Pläne starten bei 3 Seats. Für Kunden, die sich seit dem 6. Mai 2026 neu anmelden, gehört ein Kontingent an AI-Credits zu jedem bezahlten Plan. Die Details stehen in unserer monday.com Produkt- und Preisübersicht 2026.
Airtable kostet im Team-Plan 20 USD und im Business-Plan 45 USD pro Editor und Monat, bei monatlicher Zahlung 24 bzw. 54 USD. Wer nur liest oder Formulare ausfüllt, zählt nicht als Editor. Wichtiger als der Preis pro Person sind bei Airtable die Limits: Der Team-Plan erlaubt 50'000 Datensätze pro Base, der Business-Plan 125'000. Wer mehr braucht, muss in den nächsthöheren Plan. Für externe Nutzer, etwa Kunden in einem Portal, gibt es ein kostenpflichtiges Zusatzmodul.
Am 4. August 2026 hat Bending Spoons angekündigt, Airtable zu übernehmen. Preisänderungen hat Airtable bisher nicht angekündigt. Wer einen langfristigen Entscheid fällt, sollte die Entwicklung aber im Auge behalten.
Funktionen im Vergleich
Datenmodell und Ansichten
In monday.com besteht ein Board aus Gruppen, Spalten und Items. Boards lassen sich miteinander verknüpfen, zum Beispiel ein Kunden-Board mit einem Projekt-Board. Dieselben Daten kannst du als Tabelle, Kanban, Gantt, Kalender oder Dashboard anzeigen.

Airtable geht beim Datenmodell weiter. Tabellen sind echte relationale Strukturen mit verknüpften Datensätzen, Lookups und Rollups. Das ist stark, wenn ihr zum Beispiel ein Inventar mit Lieferanten, Artikeln und Lagerorten abbildet. Mit dem Interface Designer baut ihr darauf eigene Oberflächen für unterschiedliche Rollen.

Zusammenarbeit
Hier liegt monday.com vorne. Jedes Item hat einen eigenen Bereich für Updates, Dateien und Diskussionen. Verantwortliche, Status und Termine sind fest eingebaut, und Benachrichtigungen laufen automatisch. Airtable hat Kommentare und Erwähnungen, ist aber weniger auf die tägliche Teamarbeit an Aufgaben ausgelegt.
Automationen und Integrationen
Beide Tools haben eingebaute Automationen nach dem Muster "Wenn X passiert, dann mache Y". Bei monday.com sind sie ab dem Standard-Plan enthalten, bei Airtable schon im Gratis-Plan, dort aber auf 100 Läufe pro Monat begrenzt. Beide verbinden sich mit gängigen Tools wie Slack, Gmail oder Google Kalender. Für komplexere Abläufe über mehrere Systeme wird bei beiden oft eine Plattform wie Make dazwischengeschaltet.
AI-Funktionen
monday.com bietet mit Sidekick einen Assistenten, der die Inhalte deines Accounts kennt, mit Agents selbstständig arbeitende AI für wiederkehrende Aufgaben und mit Vibe einen Builder für eigene Apps. Airtable hat mit Omni einen AI-Builder, mit dem du Apps und Agents per Beschreibung erstellst, und Field Agents, die Felder automatisch befüllen, etwa Zusammenfassungen oder Kategorien. Beide rechnen die AI-Nutzung über Credits ab. Mehr zu monday AI findest du im Überblick zu monday AI.
Wann Airtable passt und wann monday.com
Airtable ist die bessere Wahl, wenn die Datenstruktur im Zentrum steht: Inventare, Produktkataloge, Content-Datenbanken oder Abläufe mit vielen verknüpften Tabellen. Auch wenn viele Personen nur lesen und wenige bearbeiten, ist das Preismodell von Airtable günstig.
monday.com passt besser, wenn Teams gemeinsam an Projekten, Deals oder Anfragen arbeiten und den Fortschritt verfolgen müssen. Das gilt besonders, wenn Vertrieb, Projektabwicklung und Service in einem System laufen sollen. Mit monday CRM, monday dev und monday service gibt es dafür eigene Produkte auf derselben Plattform.
Airtable und monday.com verbinden oder wechseln
Viele Unternehmen nutzen beide Tools parallel, etwa Airtable als Produktdatenbank und monday.com für die Projektarbeit. Eine native Verbindung zwischen den beiden gibt es nicht. Über Make lassen sich Datensätze aber automatisch synchronisieren, zum Beispiel: Ein neuer Auftrag in Airtable erstellt ein Projekt-Item in monday.com, und der Status fliesst zurück.
Wer ganz zu monday.com wechseln will, exportiert die Airtable-Ansichten als CSV und importiert sie in monday.com. Vorher lohnt sich ein Blick auf die Struktur: Verknüpfte Tabellen aus Airtable werden in monday.com zu verbundenen Boards, und Formeln oder Lookups müssen neu aufgebaut werden. Bei vielen verknüpften Tabellen ist eine Migration über Make zuverlässiger als ein manueller Import.
monday.com mit Blinno einführen
Blinno ist monday.com Platinum Partner. Wir helfen dir beim Entscheid zwischen monday.com und Airtable, bauen die Struktur in monday.com auf, migrieren bestehende Daten und verbinden die Tools, die ihr weiter nutzen wollt. Wie eine Einführung abläuft, zeigen wir im Artikel monday.com implementieren.
Du willst wissen, welches Tool zu euren Abläufen passt? Buche ein kostenloses Erstgespräch mit uns.
Häufig gestellte Fragen
monday.com ist eine Arbeitsplattform für Projekte, Vertrieb und Service mit starkem Fokus auf Teamzusammenarbeit. Airtable ist im Kern eine relationale Datenbank, auf der Teams eigene Anwendungen und Oberflächen bauen.
monday.com kostet ab 9 USD pro Seat und Monat (Basic, mindestens 3 Seats, plus AI-Credits). Airtable kostet ab 20 USD pro Editor und Monat (Team), Leser sind kostenlos. Beide Preise gelten bei jährlicher Zahlung, Stand September 2026.
Ja. Eine native Verbindung gibt es nicht, aber über eine Automatisierungsplattform wie Make lassen sich Datensätze zwischen Airtable und monday.com automatisch synchronisieren.
Du exportierst die Airtable-Ansichten als CSV und importierst sie in monday.com. Verknüpfte Tabellen werden zu verbundenen Boards, Formeln und Lookups musst du neu aufbauen. Bei komplexen Strukturen ist eine Migration über Make zuverlässiger.
monday.com bietet Sidekick als Assistenten, Agents für wiederkehrende Aufgaben und Vibe für eigene Apps. Airtable hat Omni als AI-Builder für Apps und Agents sowie Field Agents, die Felder automatisch befüllen. Beide rechnen über Credits ab.

